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einfach NICHTS tun

wer NICHTS tut ist autark.
wer NICHTS tut ist ruhig wie ein tiefer See.
wer NICHTS tut dem ist nicht langweilig.
wer NICHTS tut will nichts.
wer NICHTS tut hat keine Erwartungen.
wer NICHTS tut braucht kein Ziel.
wer NICHTS tut lernt sanft zu sein.
wer NICHTS tut kann alles tun.
wer NICHTS tut ist schöpferisch.
wer NICHTS tut geht mit dem Wind.
wer NICHTS tut hat Zeit.
wer NICHTS tut fließt den ewigen Fluss.
wer NICHTS tut liebt.
wer NICHTS tut ist frei.
wer NICHTS tut lebt sein Leben.
wer im NICHTS bleibt hat sein Glück gefunden.
nur wer NICHTS tut tut authentisch.

Selbsterkenntnis und KÜNSTLER-Persönlichkeit

Selbsterkenntnis und KÜNSTLER-Persönlichkeit

„Ich bin Künstlerin, denn #ich# bin die Schöpferin meiner eigenen Persönlichkeit durch Selbsterkenntnis und Selbstanerkennung. Dadurch wird mein beruflicher Status zu meiner wahren Berufung.“

Erst unbewusst dann mit zunehmender Konkretisierung im Schaffen eines Werkes und damit projizieren in ein anderes, wird die Selbst-Werdung bewusst, denn ich kann die dadurch gewonnene Selbsterkenntnis in mein Selbst-Gefüge (die mich ausmachende Persönlichkeit) aufnehmen. So entsteht die Erweiterung meiner Persönlichkeit als Künstlerin durch die damit verbundenen Idealisierungen und Bewusstmachungen, z.B. die erhoffte Unsterblichkeit durch das Werk: eine Unsterblichkeit kann nie in einem Werk liegen (dies ist eine Projektion in das Werk), sondern nur in einem Selbst. Alles andere sind nicht aufgedeckte Illusionen. So wie auch die menschliche VORSTELLUNG vom Tod immer eine Illusion ist und bleiben wird, denn den Tod kann sich niemand vorstellen.

So schafft der/die Künstler/in sich stets neu auch ohne gesellschaftliche Anerkennung, die nur ein Vehikel ist. Der Erfolg wird auf diesem Wege gekennzeichnet durch eine erfolgreiche Persönlichkeitsentwicklung, die sowohl dem/der Künstler/in zugute kommt als auch der Gesellschaft – keine Flucht vor dem Leben in ein Werk verbunden mit einer Sucht nach Anerkennung (Erfolg und Ruhm), sondern verantwortungsvolleres, freieres Handeln, das der Bestätigung seiner selbst durch den anderen nicht mehr bedarf.

Diese Künstler-Persönlichkeit ist nicht auf die Reduzierung ihres Werkes im Sinne von gesellschaftlichem Erfolg oder Ruhm angewiesen. Ihr Werk ist die individuelle Selbst-Gestaltung, dessen Schaffensdrang nicht mehr unbedingt im künstlerischen Ausdruck seinen Niederschlag finden muss, sondern direkt in seiner Persönlichkeit einen Wandel bewirkt. Für diesen schöpferischen Menschen kann der künstlerische Ausdruck eine Übergangsphase sein.

Der Schrei

Niemand hörte ihn
In der dunklen Nacht
Den klagevollen Schrei

Wo kam er her?
Wo wollte er hin?
Wem galt der Schrei?

Kein körperlicher Schmerz
Ein seelischer sollte es sein
Die Seele der Menschheit

So stark!
Ein Jammern in der Hölle
So tief!

Gib mir, gib mir:
Die Ruhe im
Ewigen Frieden!

Der Schrei – er lebt
Auch das Ewige will ihn:
Schreien unablässig

Ins unbekannte All
Explosiv, wirr,
Orientierungslos

Der Schrei um Halt
Vernunft die Rettung?
Für einen Augenblick!

Jeder Schrei bringt
das Chaos zurück
unaufhaltbar – verrückend

Schreiend zur Quelle
Zurück zum Anfang
Das Licht erblickt.

A L L E I N

Der Weg

Ich biete hier meinen Weg an, dass er auch dich ein Stück begleiten kann.
Was den Menschen ausmacht, sind die Wege, die er geht, für die er sich entscheidet oder, die ihn spontan bestimmen. Jeder Tag erfordert einen neuen Weg. Mein natürliches Sein ist meine Kunst, mein Weg. Hier sind Natur und Kunst eins.
Zunächst vermittelt die Kunst das Gefühl, auf dem Weg zu sein. Darauf folgt das Gefühl ebenso in der Natur auf dem Weg zu sein. Wodurch der Unterschied zwischen Natur und Kunst ebenso aufgehoben wird, wie zwischen Geist und Natur.

Damit ist auch das Ziel des Weges angedeutet, die All-Einheit oder auch Einheitswirklichkeit, in der die Dinge so genommen werden, wie sie sind und nicht mit Widerstand betrachtet werden, in den so viel Kraft gesteckt wird, alles danach zu beurteilen, wie man es gerne hätte. In der Einheitswirklichkeit lebt der Mensch sein Selbst und nicht mehr mit aller Macht sein alles bestimmendes und beherrschen wollendes Ich.
In der Einheitswirklichkeit ist der Weg auch das Ziel. Vorher sind Weg und Ziel noch voneinander getrennt und abgespalten, so wie es Geist und Materie ebenso sind wie alles was gegenüber erscheint.

Hingabe an X

dir hingegeben ist mein Sinn
dass ICH es nicht mehr bin

keine Schläge aus der Welten Kraft
du bist es, die mein Leben schafft

was ich tue und was ich lebe
du gibst mir wonach ich strebe

aus deinem Schoß ward ich geboren
so hast du mich auserkoren

du trägst mich sanft, trotz all der Lasten
du machst mich frei von Angeberei

dein war ich, dein werd ich sein
eine Trennung in Gier bringt nur das ICH mir

zu hassen für den Vorteil lehrt das ICH
das Lieben, das lehrt es wahrlich nicht

du lehrtest mich das Leben zu lieben
und nicht mehr darauf zu achten stets zu siegen.

(Bild Mit freundlicher Genehmigung von Zoe Coi Art)



Aphorismus 6

Zur Wandlung

Die Wandlung erfolgt dadurch, dass der Mensch sich einem Problem, einem Objekt gegenüberstellt, dass er zu bewältigen sucht. Mit der Bewältigung wandelt er sich. Wandlungspunkte sind Schnittstellen, die zu neuem Wandel führen. Die Schnitte entstehen immer aus dem, was vorher ganz war und die eine Hälfte sucht jetzt die andere um sich wieder ganz zu fühlen. So sucht das Subjekt nach dem Schnitt das Objekt und das so geschaffene Objekt will zum Subjekt zurück. Beide ergänzen und suchen sich immer fort, dadurch entsteht Wandel. Die sich so selbstregulierend anziehenden und abstoßenden scheinbaren Gegensätze machen Individuation aus, in der aus der Einheit etwas Neues sich schafft. Eine dynamische Kraft, die stets neues Leben hervorbringt.