Einsamer denn je oder die einsame Weisheit

Je mehr man sich von der Welt löst
um so einsamer wird man
Je mehr Projektionen zurück genommen werden
um so einsamer wird man

Das, was ich im anderen sehe, verbindet uns
Sehe ich es nicht mehr trennt es uns
Das, was ich im anderen nicht sehe
verbindet uns erst gar nicht

Was ich sehen möchte, ist, was ich nicht habe
aber toll finde und gerne hätte
Das, was ich nicht sehen wollte,
ist das, was ich nicht gut für mich finde

Letztendlich dreht sich alles um mich
um meine Projektionen
Fällt das alles weg, bin ich einsamer denn je
und muss MICH neu erfinden

Von den Menschen kann man nichts lernen
Außer der eigenen Einsamkeit und ihrer Weisheit
Eine Weisheit die einsam macht
Weil sie sonst niemanden betrifft

Das individuierte Leben ist ein einsames Leben
Nicht mal zu den Wenigen gehört es dazu
Mit allem ist es allein wie mit dem Tod
Weisheit ist ein schwer zugängliches Lebens-Ergebnis

Der Schrei

Niemand hörte ihn
In der dunklen Nacht
Den klagevollen Schrei

Wo kam er her?
Wo wollte er hin?
Wem galt der Schrei?

Kein körperlicher Schmerz
Ein seelischer sollte es sein
Die Seele der Menschheit

So stark!
Ein Jammern in der Hölle
So tief!

Gib mir, gib mir:
Die Ruhe im
Ewigen Frieden!

Der Schrei – er lebt
Auch das Ewige will ihn:
Schreien unablässig

Ins unbekannte All
Explosiv, wirr,
Orientierungslos

Der Schrei um Halt
Vernunft die Rettung?
Für einen Augenblick!

Jeder Schrei bringt
das Chaos zurück
unaufhaltbar – verrückend

Schreiend zur Quelle
Zurück zum Anfang
Das Licht erblickt.

A L L E I N

Der Weg

Ich biete hier meinen Weg an, dass er auch dich ein Stück begleiten kann.
Was den Menschen ausmacht, sind die Wege, die er geht, für die er sich entscheidet oder, die ihn spontan bestimmen. Jeder Tag erfordert einen neuen Weg. Mein natürliches Sein ist meine Kunst, mein Weg. Hier sind Natur und Kunst eins.
Zunächst vermittelt die Kunst das Gefühl, auf dem Weg zu sein. Darauf folgt das Gefühl ebenso in der Natur auf dem Weg zu sein. Wodurch der Unterschied zwischen Natur und Kunst ebenso aufgehoben wird, wie zwischen Geist und Natur.

Damit ist auch das Ziel des Weges angedeutet, die All-Einheit oder auch Einheitswirklichkeit, in der die Dinge so genommen werden, wie sie sind und nicht mit Widerstand betrachtet werden, in den so viel Kraft gesteckt wird, alles danach zu beurteilen, wie man es gerne hätte. In der Einheitswirklichkeit lebt der Mensch sein Selbst und nicht mehr mit aller Macht sein alles bestimmendes und beherrschen wollendes Ich.
In der Einheitswirklichkeit ist der Weg auch das Ziel. Vorher sind Weg und Ziel noch voneinander getrennt und abgespalten, so wie es Geist und Materie ebenso sind wie alles was gegenüber erscheint.

Ist es nicht DAS…

Ist es nicht DAS,

worüber man
nichts sagen kann

Und man fühlt sich
Doch darin geborgen
Das große Unbekannte
Der schöpferische Pol
Sowohl der Ruhe
Als auch der Unruhe
Der Ursprung allen Leids
Und allen Glücks

Die Ungewissheit in
Der das Leben liegt
Spontan und unvorhersehbar
Die Geburtsstätte
Allen Schmerzes
Und der Wonnen
Aus Liebe entstanden

Tief hinter dem Denken
Tiefer noch als das Gefühl
Das schöpferische Ei
Ohne Schale
Gleich dem Nichts
Geschützte Frucht
Stets wiederkehrend
In neuem Glanz

Angstfrei geworfen
Nur schöpferisch bemüht
Entsteht des Lebens SINN
im EI der Schöpferkraft
Frei für das Neue
Das noch nie gewesen und
Nichts dem anderen gleicht

Ganz spontan
Und damit rein
Kann nur die
Einzigartigkeit sein
Das Abenteuer Leben
Ward ihr als SINN gegeben
Kein Wollen, kein Streben
Nur in dieser ewigen LIEBE leben.