Ein Klirren

Hörst du das Klirren der Harmonie
Im Hintergrund spricht sie

Ein Frohlocken ist angesagt
Lag gestern noch tödlich im Grab

Ein Klirren übertönt alles Gehörte
Nichts das diese Wahrnehmung störte

Unbekannt und doch so nah
Als wäre es schon immer da

Ein Laut der alle Worte spricht
Ganz nah bestimmt er dich

Eingegeben wie Blut ins Leben
Wird’s dem Sein Richtung geben

Ein Klirren, dass man nur versteht
Wenn man in seine Nähe geht

Wohlan der Lauten wunderbaren Gesang
Wer ihn durch Hinführung verstehen kann

Die schönen Laute dieses einen Ideals
Hört nur wer sie nicht als banales Klirren verkennt

Zu klirren ist meines Lebens Ziel
Klirren wie es die Harmonie will

Klirren ist der Schöpfung Gesang
Klirren wie es jeder kann.

Im Raum der Anbetung

Dir hingegeben ist meine Seele
Dein Werkzeug will ich sein
Du hast mich erlöst von allen Übeln
Darum bin ich für immer dein

Stille wurde mein Leben
Still soll es für immer sein
Die Stille, die dich ausmacht
Wart meine tiefste Offenbarung

Hier im Raum der Stille ist Erlösung
In dunklen Gewölben der Ehrfurcht
Hier liegt alle Inspiration vom Rauch geweiht
Die Anregung zum höheren Menschsein

In der Stille, in der es nach Heilung riecht
Ist der tiefe Grund der Menschlichkeit
Der stille Hauch von Offenbarung
In den Gewölben der Tiefe

Kein Ich dass uns trennt
In deinem Licht die Welt erkennt
Das Leben wird Einheit
Die die Wirklichkeit bestimmt

Aus der Tiefe

Das Gesehene ist nicht wahr
Das Geschriebene ist nicht alles
Das Erlebte ist nicht das Ende
Das Gefühlte ist nicht wirklich

In der tiefsten Lebendigkeit
liegt des Seins Schöpferkraft
Sein will das Schöpferische
in der Formen Undurchdringlichkeit

Unendliche Formenvielfalt
Der Worte und dem Schauen fremd
Bestimmen jegliches Leben
Das in der Oberfläche niemand kennt

Tief unten in der Formlosigkeit
Jeglicher Sinnlichkeit entfernt
Liegt des Geistes Grund den niemand
„wissen“ kann und der ihn doch bestimmt

Alles fließt von Form zu Form
zurück in die Formlosigkeit
Ewiges bewegtes Leben
dass den Stillstand nicht kennt.

Der Weisheit Tage

Ach zu selten ist
der Weisheit Glück
an manchen Tagen
so fern gerückt

So sehr gesucht
und nicht gefunden
hat man sich an fremdes
Gut zu oft gebunden

In tiefen Höhlen
schlummert sie bewacht
wie ein kostbarer Schatz
den niemand hervorgebracht

An der Oberfläche hat
sie noch niemanden bedacht
Drum steige ich hinab und
gib der mystischen Versenkung Obacht

Fern vom weltlichen Schein
weg von des Tages Resten
Gibt die tiefste Weisheit
Ihr ewiges Wissen zum Besten.

Aphorismus 19; Leben ist…

Leben ist

schöpferisch und sucht nach schöpferischen, d.h. auch Leben erhaltenden Lösungen. Da alle Lebewesen somit auch schöpferisch sind, liegt jedem Wesen die Kreativität inne. Wer sich auf der schöpferischen Ebene befindet und dort sein schöpferisches Leben leben kann, leidet nicht mehr, denn sein Weg ist nicht der Leben erleidende, sondern eine schöpferische, die Dinge angehende und neu schaffende Lebensweise.