An den innerlich nicht Sesshaften

Zum neuen Jahr
Hin – weg

Hin und wieder weg
Ist des Lebens Sinn

Nirgends festgehalten
Nimmt’s und gibt wieder hin

Wie im Traum verblassen
die Sorgen – bis morgen

Stets muss wieder Neues her
Lässt das Alte Brosamen werden

Egal ob es gefiel
Das stete Schaffen
Ist sein Stil

Hin und weg, wie die Blütenschar
Die im Sommer ihre Pracht gebar

Heute ist er nicht,
Der er im Vergangenen war

Leben ist nicht absehbar
Niemand weiß was ist im neuen Jahr.

Frohes Fest und
Ein schönes neues Jahr

Wortekonsum

Wo sind die Worte
die ich einst schrieb
Wo sind die Worte
die ich einst las

alles ist klein geworden
so klein, dass es durchfiel
durch das raster des glücks
worte flossen ins wortemeer

Nun müssen neue Worte her
GROSS müssen sie sein
Dürfen nirgends durchfallen
FEST HALTEN will ich sie

Ach wie klein sind auch sie geworden
Muss ich mir große Worte borgen
Hab hier und da neue Worte gesehen
Die GROSSEN konnte ich nicht verstehen

Das GROSSE muss unverständlich sein
GOTT, SINN, ist nicht allgemein
Man kann es nicht verbrauchen
Große Worte sind kein Wort allein

Große Worte werden niemals alt
Mutter und Vater haben sie in der Gewalt
Wir werden immer ihre Kinder sein
Und bringen neue Kinder-Worte heim