Nächstenliebe als persönliches Ziel

Die anderen Menschen zu lieben ohne die eigenen negativen Gefühle auf sie zu projizieren sollte das Ziel des Menschen sein; denn diese reine Liebe – ohne das Negative (Verachtenswerte, Missfallende, dieses : „geht gar nicht“) im Anderen zu sehen – ist möglich und macht wahrhaft glücklich. Es wächst die Pflanze, dessen Saat man sät; Pflänzchen für Pflänzchen, nie die Masse. Liebe ist kein Massenphänomen (also kein Arenaspektakel) sondern betrifft jeden Einzelnen in seinem individuellen Verhältnis zum Anderen. Sie wächst wie eine zarte Pflanze – die Liebes-Arbeit an sich selbst.

Flucht vor der eigenen Haut?

Die Haut ist die eigene Welt
aus der wir nicht heraus können.

Besser auf seine Haut eigene Worte schreiben
als sie mit einem neuen Kleid bedecken.

Seine Haut zu kennen und zu retten
ist mir Selbsterkenntnis verbunden.

Welkender Haut tut es gut
den Sinn zu schauen.

Sie legt ab, das fremde Kleid
gelangt so zur eigenen Wahrheit.

Die zerfurchte Haut ist der ganz
persönliche Ausdruck des Lebens.