Bedeutungsschwangerschaft

Der unbedeutende Gedanke

Ist wie der, 

Der nie gedacht wurde

Das unbedeutende Werk

Ist wie das,

Das nie entstand

Der unbedeutende Mensch 

Ist wie der,

Der nie geboren wurde

Sinnlos treibt sie dahin

Die Meute der Unbedeutenden

Ins Fahrwasser des Geschehens

Jeder schreibt, Jeder malt

Jeder tut, was er kann oder nicht kann

UNBEDEUTEND

Groß muss es sein

Großes hat Bedeutung

Die Größe bestimmt sein Sein

Ach wie klein muss der Mensch 

noch werden

Um wirklich groß zu sein

Erst dann fließt er 

An Bedeutungsschwärmen vorbei

Und er tut liebend, was er tun muss

Die Vielheit, die des Menschen nah

Liegt nicht in der Bedeutungsschar

Sie schaut der, der das EINE sah

Die Kunst und die Ganzheit

Das Ziel des kreativen Schaffens ist nicht alleine meine Kunst, es ist nicht deine Kunst, es ist das Gesamtkunstwerk der Menschheit als dem Ebenbild des „Göttlichen“ oder der Ganzheit. Jeder Ausdruck in der Kunst eines Künstlers strebt nach individueller Ganzheit, Vollständigkeit , dies ist der SELBST-Zweck der Kunst, der aber auch als Bereicherung des Künstlers erfahren werden sollte. Dadurch entsteht eine kulturelle Evolution, die nicht aufgezwungen ist. Das lässt sich auch auf die Wissenschaften übertragen. Essenz: Es ist etwas im Menschen und auch außerhalb des Menschen (Universum) vorhanden, dass nach Ganzheit/Vollständigkeit strebt ohne dass dem Menschen diese aufgezwungen werden muss. Das Mittel und der Ausdruck dessen ist die Kunst.

An den Künstler oder Schaffenden

Die Kunst will Wandlung und verändern indem sie etwas bewirkt, diese Veränderung sollte beim Künstler selbst beginnen. Sie sollte sich nicht auf den Ausdruck seines Werkes, den er beim anderen hinterlässt, beschränken, sondern zunächst bei ihm selbst eine Wandlung bewirken. Im eigenen Spiegel hat die Kunst ihren Ursprung, in dessen Bild der Schaffende sich nicht wie Narziss verlieben sollte. Kreativität gründet ebenso wie Freiheit in der steten „Schwebe“.

Einsamkeit

Einsamkeit Oder: Kein Netz

 

Einsamkeit frisst zum Gebären

Kinder will sie schaffen

Der Weisheit Eigenschaft

 

Die trennende Einsamkeit

Flog wie ein Adler durchs Gemüt:

Mensch sollst du werden

 

Es war nur der Einsame

Der die Botschaft verstand

Der Adler nahm ihn bei der Hand

 

Gemeinsam flogen sie über Stadt und Land

Der einsame Mensch mit des Adlers Augen

Hat sich selbst und damit die Menschen erkannt

 

Die Einsamkeit musste stets kreisen

Damit sich das Ich trennt von der Welt

In der das Adlerauge seinen Platz einnimmt

 

Je höher der Adler flog

Umso einsamer wurde er

Aber seine Augen wurden schärfer