Neues aus der Stadt

Es gibt kein Ich

Eiscafé M…..
Es ist schön hier
Hier trifft sich alles
Ich liebe diesen Ort
Er ist leer und doch voll

Ich liebe diese Stadt
Die viele Eindrücke hat
Ihnen hingegeben ist Erleben
Heute hier, morgen dort
Immer an einem anderen Ort

An nichts festhängen
Es gibt kein festes Ich
Das Ich muss wandern
Von einem zum anderen
Nichts, das ich nicht bin

Ich bin Mann und Frau
Ich bin oben und unten
Ich bin zerstörend und gebärend
Ich bin endlich und ewig
Ich bin leer und voll

Ich bin alles und nichts
Das Andere bin ich, nicht du
Grenzen sind aufgehoben
Wie in der wahren Liebe
Liebe heißt ohne Ich im Du sein

Hingabe zur Natur

Hingabe zum Landleben

Welche Weite du in dir birgst
Welch ungeahnte Möglichkeiten
liegen in dir verschlossen

Stürme fegen über dich hinweg
Blitze, die dich stets treffen
Hingabe ist deine Stärke

Schöpferische Kräfte walten in dir
Jedes Frühjahr blüht auf
Was im Winter stirbt

Natur bedeutet HINGABE
Sich ganz entfalten
In der Natur des Lebens

Sich ganz mit der Natur vermählen
Ohne dies ist kein Verstehen
Sondern reibungslose Trennung

Der Weg der Unselbständigkeit

Der Kaugummimensch
(Oder der Weg zur Unselbständigkeit
über das Kauen ohne Verdauen/Vertrauen)

Er klebt, wo er steht
Will stets gekaut sein
Lässt sich ziehen und kneten
Wird hart wenn er austrocknet
Denn er braucht stets Speichel

Will immer dabei sein
Hält sich an allem fest
Zwischen den Zähnen ist sein Reich
Lässt sich kauen ohne Klagen
Kann aber nicht all zu viel ertragen

„Bitte, bitte kau mich“
Hört man ihn stets sagen
Selbst verdauen kann er nicht
Hat kein Selbst mehr
Gab es für andere her

Er kann sich nicht wandeln
Lebt immer nur vom Speichel der anderen
Er hört seine innere Stimme nicht
Die Stimme die zu ihm spricht:
„Du leidest nur an deiner falschen Einstellung“

Zurück zur Stille

Zurück zur Stille

Das Klagen so laut
Stimmen der Nacht

Schreiend und klopfend
Vor der Tür des Herzens

„Herz, du sollst meine Amme sein“.
Das Herz ließ Elend und Angst herein.

„Willst du mein Krieger sein?“
Fragten bekümmert Elend und Angst.

„Es tut mir leid“, sprach das Herz.
„Zum Krieger bin ich nicht geboren“.

„So erlöse uns von unserem Leid, o Herz“,
Flehten Elend und Angst.

„Erlöser und Magier sind auch nicht in meiner Kraft,
Das ist die Kraft, die jeder selbst in sich hat“.

„Wie werden wir frei, von diesen Qualen“,
Begehrten Elend und Angst zu wissen.

„In der Stille, nur in der Stille“, antwortet das Herz.
„Horche allein der Stimme in der Stille“.

„Wie entkommen wir dem Kampf und dem Untergang,
Klagten Angst und Elend.

Da warf das Herz sie ins tiefe Meer und sagte:
„Gar nicht!“